Cosmonaut Survival Trainings

DIE GCTC SURVIVAL PROGRAMME

Survival-Trainings: WINTER TRAINING

Winter Survival Training - GCTC-Survival Training Während des Winter-Survival Training üben die Mannschaften internationaler Herkunft diese Notfälle in winterlichen Gebieten. Die Crews werden ausgebildet, am Ort der Landung länger auszuhalten und zu überleben.

Die Landung stellt besondere Herausforderungen an die Crews, auch in eisigen Gebieten zu überleben, können hier Minustemperaturen von unter -50 Grad Celsius auftreten. Beim Winter-Survival Training gilt es, so lange als möglich am Ort der außerplanmäßigen Landung zu überleben, bis das Bergungsteam eintritt um die Raumfahrer zu evakuieren.

Preliminary Winter-Training:
Das sogenannte "Preliminary Training" wird in Star City im GCTC durchgeführt. Hierbei bekommen die Teilnehmer theoretischen und praktischen Unterricht, um verschiedene Überlebensmethoden kennen zu lernen. Hierbei werden die verschiedenen Extremsituationen von Geländen oder klimatischen Bedingungen berücksichtigt. Dauer: ca. 4 Stunden

Direct Winter-Training:
Das sogenannte "Direct Training" wird in winterlichen Waldgebieten (in der Nähe von Star City) durchgeführt. Hierbei werden den Teilnehmern direkt in praktischen Unterweisungen die notwendigen Schritte erklärt, die notwendig sind in kalten Gebieten zu überleben. Auch werden den Teilnehmern der Überlebens-Pack Granat 6 erklärt, als auch der Umgang mit der TP-82 Pistole, mit Leucht- und Signalmunition. Dauer: ca. 8 Stunden

Autonomous Winter-Training:
In Rusa befindet sich das Überlebens-Camp des GCTC (70 km südwestlich von Moskau). Hier üben die Teilnehmer auf sich gestellt (jedoch von Spezialisten aus 2 Kilometer Entfernung überwacht) und erleben das Überleben in winterlichen Gebieten. Dauer: ca. 48 Stunden.

Trainings-Ablauf
Das Preliminary Training sollte einen Tag vor dem Direct-Training durchgeführt werden. Ort der Ausbildung: GCTC in Star City. Am Abend dieses Trainings verlassen die Teilnehmer das GCTC und werden nach Rusa gebracht. Das Direct- und Autonomous Training werden im Überlebenscamp des GCTC durchgeführt. Das Direct Training wird einen Tag vor dem Autonomous Training durchgeführt. Die Teilnehmer müssen über winterfeste Kleidung (-20 bis -30 Grad Celsius Temperatur, nachts deutlich kälter) verfügen.

Während des Autonomous Training werden dem Teilnehmer alle Dinge zur Verfügung gestellt, die er während seines Trainings benötigt: Raumanzug Sokol-KV, Fluganzug und Kälteschutzanzug, Rettungssatz "Granat" etc. Die Teilnehmer werden vom GCTC-Bus von Star City nach Rusa und nach dem Training wieder nach Star City zurücktransportiert. Eine Nacht vor dem Training übernachtet der Teilnehmer im GCTC-Profilaktorium bei Rusa. Essen im Profilaktorium ist inbegriffen.

Zur Teilnahme an dem Survival-Training werden aus Sicherheitsgründen 60 Tage vor Beginn des Trainings persönliche Daten der Teilnehmer benötigt. Die notwendigen Unterlagen erhalten Sie von uns. Alle Teilnehmer müssen während ihres Aufenthaltes in Russland krankenversichert sein. Medizinische Daten der Teilnehmer müssen den Ärzten des GCTC 20 Tage vor Beginn des Trainings vorliegen.

Termine und Preise auf Anfrage.

Das Programm kann auch extra für kleinere Gruppen bis 6 Personen auf Wunschtermin in den Wintermonaten organisiert werden. Preise und genauere Informationen erfragen Sie bitte bei uns.

Survival-Trainings: DESERT TRAINING

Survival Training in der Wüste/Steppe - GCTC-Survival Training Das Desert-Training wird in der Steppe oder in der Wüste durchgeführt. Hierbei trainieren die Crews das Überleben unter erschwerten Bedingungen in der jeweiligen Umgebung.

Das Überleben in der Wüste gilt als besonders hart, da sich tagsüber Temperaturen von über +50 Grad in der Sonne entwickeln können, fallen die Temperaturen in der Nacht jedoch sehr rapide ab, so das es auch zu Temperaturen um oder unter dem 0 Grad Celsius Punkt kommen kann.

Die Crews lernen während des Desert-Survival so lange als notwendig in der Wüste auszuharren bis das Bergungsteam eintrifft um die Besatzung zu evakuieren. Das Wüsten-Survival Training wird in wüstenähnlichen Gebieten oder in der Steppe in Kasachstan durchgeführt.

Preliminary Training:
Das Preliminary Training wird in Star City im GCTC durchgeführt. Es beinhaltet folgende Aktivitäten:
- Theoretisches und praktisches Training des tragbaren Survival Kits (HA 3) "Granat-6" (Zweck, Aufbau, Hauptaufgaben, funktionsfähige Anleitungen, Sicherheitsmaßnahmen) - 4 Stunden
- Theoretisches Training über das Überleben in Wüsten im Sommer und medizinische Aspekte des Überlebens in der Wüste - 4 Stunden
- Praktisches Training über die Ablage der Komponenten und die Benutzung der verschiedenen Dinge des tragbaren Survival Kits "Granat 6" im Descent Modul (CA) und Umkleiden im Descent Modul - 2 Stunden

Pre-Autonomus Training:
Das Pre-Autonomus Training findet in Baikonur/Kasachstan unter echten Wüsten-Bedingungen statt und beinhaltet folgende Aktivitäten:
- Errichten und Fixierung einer Notunterkunft mit Hilfe des Bremsfallschirms
- Herstellung eines Rucksacks mit Hilfe von Stoff des Bremsfallschirms und Komponenten des Survival Kits 'Granat 6'
- Benutzung der Funksprechanlage und der Signalpistole (Ausrüstung Survival-Kit 'Granat 6'
- Schießübungen mit der Pistole TP-82 (Bestandteil des Survival-Kits 'Granat-6')
- Dauer des Trainings: 8 Stunden

Autonomus Training:
Das Training wird in der Wüste/Steppe mit den Crewteilnehmern, je nach Missionsvorgabe, unter realen Bedingungen durchgeführt. Dauer des Autonomus Training: 48 Stunden.

Termine und Preise auf Anfrage.

Survival-Trainings: WATER TRAINING

Water Survival Training - GCTC-Survival Training Das Water-Survival Programm ist ein absolut hartes Programm da es auf offener See durchgeführt wird. Sollte die Soyuz-Kapsel im offenen Meer landen, kann es bis zur nächstgelegenen Küste viel zu weit sein, um Land zu erreichen.

Nicht nur Seekrankheit und andere drohende Gefahren können den Raumfahrern zu schaffen machen, sondern auch Wassereintritt in die Kapsel oder Brände an Bord.

Sollten die Raumfahrer die Soyuz Kapsel verlassen müssen, gibt es kein Zurück mehr. Beim Water-Survival Training lernen die Raumfahrer sich den Umständen im Meer soweit es geht anzupassen um zu überleben, bis das Bergungsteam max. nach 36 Stunden vor Ort eintritt um die Raumfahrer zu evakuieren.

Preliminary Training
Das Preliminary Training wurde im Trainingscamp am Schwarzen Meer durchgeführt, seit einigen Jahren findet das Training jedoch in Star City statt. Es beinhaltet folgende Aktivitäten:

- Theoretisches und praktisches Training des tragbaren (und schwimmfähigen) Survival Kits (HA 3) 'Granat 6' (Zweck, Aufbau, Inhalt, Hauptaufgaben, funktionsfähige Anleitungen, Sicherheitsmaßnahmen) - 4 Stunden.
- Theoretische Sicherheitseinweisungen zum Überleben auf dem Offenen Meer, Erörterung von medizinischen Besonderheiten, Wetterkunde, Geographie. - 2 Stunden
- Praktische Unterweisung des Survival Kits 'Granat 6'.

Dry Training
Das Dry-Training wird an Bord des Vessel-Ships durchgeführt und beinhaltet folgende Übungen und Unterweisungen:
- Schießübungen mit der TP-83 Pistole (Bestandteil des Survival-Kits 'Granat 6')
- Einweisung in die Signalmunition für Tag und Nacht
- Einweisung in den Druckanzug Sokol
- Einweisung in die Schwimmhilfe
- Einweisung in den Überlebensanzug 'Forel'
- Übungen zum Einsatz des der Schwimmhilfe (Floating Device)
- Durchführung des Dry-Trainings in der Soyuz-Descent Capsule, Benutzung der Funkanlage, Absetzen des Notspruchs, Ausziehen des Sokol-Raumanzugs und Anlegen der Thermounterwäsche, des Flug-Anzugs und des Rettungsanzugs 'Forel' unter realen Übungsbedingungen an Bord des Achterdecks auf dem Schiff. Ausstieg aus der Soyuz-Kapsel. Dauer: ca. 4 Stunden

Long Term Training
- Aussetzen der Soyuz-Descent Kapsel auf dem offenen Meer
- Crewtraining mit insgesamt 3 Kosmonauten in der Kapsel
- Durchführung des Long Term Trainings in der Soyuz-Descent Capsule, Benutzung der Funkanlage, Absetzen des Notspruchs, Ausziehen des Sokol-Raumanzugs und Anlegen der Thermounterwäsche, des Flug-Anzugs und des Rettungsanzugs 'Forel' unter realen Übungsbedingungen auf dem offenen Meer. Verlassen der Kapsel. Schwimmen im Überlebensanzug 'Forel' auf dem offenen Meer. Einsatz des Survival-Packs 'Granat 6' schwimmend im Meer. Funkkontaktaufnahme mit dem Bergungsteam. Trainieren mit Signalmunition für Tag und Nacht. Dauer: ca. 8 Stunden.

Short Term Training
- Aussetzen der Soyuz-Descent Kapsel auf dem offenen Meer
- Crewtraining mit insgesamt 3 Kosmonauten in der Kapsel
- Durchführung des Short Term Trainings in der Soyuz-Descent Capsule, Benutzung der Funkanlage. Simulierte Notfall an Bord (Feuer, Wassereinbruch). Anlegen der Schwimmhilfe über den Sokol-Raumanzug. Verlassen der Soyuz-Descent Kapsel. Einsatz der Schwimmhilfe auf dem offenen Meer. Schwimmen im Sokol-Raumanzug auf dem offenen Meer. Einsatz des Survival-Kits 'Granat 6' mit der Crew im offenen Meer. Funkkontaktaufnahme mit dem Bergungsteam. Trainieren mit Signalmunition für Tag und Nacht. - Dauer: ca. 6 Stunden

Termine und Preise auf Anfrage.

Hinweise

Medizinische Überwachung und Überprüfung während des Trainings: Die Trainingsteilnehmer besitzen ein medizinisches Zertifikat über ihren Gesundheitsstatus. Dieses Zertifikat berechtigt den Teilnehmer für das Training. Vor jedem Training durchläuft der Teilnehmer eine ärztliche Grunduntersuchung, die wiederum den Teilnehmer zum Training zulässt. Nach dem Training durchläuft der Teilnehmer eine medizinische Nachuntersuchung, um den Allgemeinzustand des Teilnehmers festzustellen.

Die GCTC-Survival Trainings finden in entlegenen Gebieten statt, die teilweise lange Anreisezeiten benötigen. Unsere Survival-Trainings sind authentisch und selbst erprobt und bieten hochqualifiziertes Training, welches besonders auch zu Coachings- oder Teamtrainingszwecken verwendet werden kann. Die Survivaltrainings können auch in anderen Abläufen und Gegenden abgehalten werden, uns sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Auch während der Autonomous-Trainings, wenn die Teilnehmer auf sich alleine gestellt sind, werden Sie von Trainern beobachtet, die sich in der Umgebung aufhalten. Spezielle und qualifizierte Ärzte sind zugegen, als auch sind umliegende Krankenhäuser und andere Bergungsmannschaften in Bereitschaft.