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Space Affairs Soyuz landing expeditions

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Soyuz TMA-08M Landungs Expedition - September 2013


Nur einige Monate nach der Rückkehr aus Baikonur bot uns Andreas von Space Affairs die Möglichkeit an an einer Landung der Soyuz-Rückkehr-Kapsel beizuwohnen. Diese Landung war die Mission Soyuz TMA-08M deren Start wir im März 2013 beiwohnen konnten. Mit diesen absolut guten Erinnerungen an unser Abenteuer im März welches noch sehr frisch in unseren Gedanken war, überlegten wir nicht lange das Angebot "unsere " Crew bei der Landung zu beobachten, anzunehmen.

Auf dem Weg zur Landungs-Zone Eine Landungs-Expedition ist etwas ganz Anderes als eine Lift-Off Expedition. Während der Lift-Off Expedition bist du in einer Stadt, schläfst im Hotel, und wirst mit einem Bus hin und her gefahren. Bei einer Landungs Expedition geht es raus in die Steppe. Das hat einen sehr eigenen Charme!

Am 9. September 2013 waren wir zurück in Moskau, diesmal direkt am Domodedevo Flughafen. Nach einem Treffen mit unseren Guides Vlad und Vasili am Nachtmittag nahmen wir unseren Verbindungsflug nach Karaganda in Kasachstan um Mitternacht herum. In Karaganda landeten wir und trafen einen absolut leeren internationalen Flughafen an, anscheinend war unser Flieger der Einzige um diese Uhrzeit. Wir wurden ins Hotel gebracht und konnten uns eine kurze Ruhepause gönnen bevor wir uns dann mit unseren geländegängigen Fahrzeugen in Richtung Steppe aufmachten. Die Fahrzeuge gehören zu Spezialisten die an den Bergungsoperationen am Landungsziel teilnehmen.

Um zur Landungszone "6" zu gelangen brachten wir eine 9-stündige Fahrt von Karaganda hinter uns. Die ersten 3 oder 4 Stunden folgten wir asphaltierten Straßen die in der Nähe einer Siedlung mit dem Namen "Atasu" endete. Atasu wird nach Erklärungen unserer Führer als "das Ende der Zivilisation" bezeichnet. Wir hatten dort ein super Mittagessen, bevor unsere Rallye in Richtung der richtigen Steppe weiterging, entlang von kilometerlangen Sandstraßen. Wir machten mehrere Pausen und nahmen Essen und Getränke zu uns inmitten "vom nirgendwo". Eine sehr schöne Erfahrung!

Sonnenuntergang in der Steppe Am Abend, umringt von nicht mehr als Steppengras soweit das Auge reichte, unterrichteten unsere Guides uns davon das wir die Landungs-Zone erreicht hatten. Unsere Autos wurden in einem Kreis angeordnet, Essen und Getränke wurden vorbereitet und es folgten "Steppentänze" mit der Bergungscrew. Dann wurde es Zeit zu schlafen, und wir verbrachten eine Nacht auf hinuntergelassenen, jedoch sehr bequemen Autositzen, damit wir sehr schnell wach und fertig waren, sollte die Landung früher als geplant erfolgen. Die Landung war angesetzt für ungefähr 9:00 Uhr am nächsten Morgen.

Wolken waren am Himmel zu sehen am Abend zuvor und es sah eigentlich ganz so aus, als würden die Wolken bleiben und nicht abziehen. Die Wettervorhersage sagte "bewölkt mit Regenschauern". Als wir jedoch am Morgen des Landungstags erwachten war keine Wolke am Himmel zu sehen, ein strahlend blauer Himmel begrüßte uns. Dies stimmte uns sehr froh! Während der Nacht hatten sich die typischen blauweißen 6-rädrigen "Bluebirds", Soyuz Bergungsfahrzeuge, in der Nähe unseres Camps angesiedelt und das erste was wir unternahmen war den Crews dort einen Besuch abzustatten. Anschließend Frühstück in der Steppe und viele Gespräche mit den Spezialisten des Bergungsteams und unseren Guides.

Soyuz TMA-08M auf dem Weg zum Boden Dann 30 Minuten vor der Landung begann eine Periode wo jeder genau zu wissen schien was zu tun war Du selbst stehst in der Mitte des Nirgendwo, in Gesprächen mit anderen vertieft. Du vergisst schnell den Grund warum du hier bist: Du wartest auf drei Menschen die aus dem Weltall zurückkehren würden. Das Bremsmanöver von Soyuz im All war erfolgreich verlaufen und der Kurs war eingeschlagen, genau dort zu landen wo wir uns befanden! Dies erfreute uns absolut!

Nach einiger Zeit und genau in der Richtung wo man es vermutete, richteten unsere Spezialisten die Augen in den Himmel, wir folgten und dann sahen wir die Soyuz-Rückkehrkapsel zum ersten Mal! Wir sahen die weiße Rauchspur am strahlend blauen Himmel welche die Kapsel hinter sich herzog. Dies war genau der Moment als sich der große Hauptfallschirm entfaltete. Du siehst den Fallschirm bei der Entfaltung, und einige Sekunden später hörst du ein spezielles Geräusch der Entfaltung, wenn es den Boden erreicht. Es ist außergewöhnlich zu realisieren das du dort stehst und 3 Menschen beobachtest die aus dem Weltall zur Erde "zurückfallen".

Zusammen mit unseren Guides und dem Bergungsteam beobachteten wir für einige Minuten die Kapsel um zu sehen, in welche Richtung der Wind sie treiben würde. Als dies genau feststand und man abschätzen konnte, wo die Kapsel landen würde liefen wir zurück zu unseren Autos und rasten der Soyuz Kapsel hinterher! Dies war ein sehr spezieller Moment! Die Steppe mit Hügeln kennt keine Gnade und du hüpfst im Auto umher wie ein Gummiball! Und dann realisierst du das Du an einer Jagd beteiligt bist um die Soyuz Kapsel zu treffen die nur ein paar Stunden zuvor ein Bestandteil der Internationalen Raumstation ISS war! Rechts und links neben Dir fahren andere Fahrzeuge, die "Bluebirds" werden überholt von Jeeps und anderen Fahrzeugen und am Himmel sammeln sich dutzende von Hubschraubern wie zornige Hornissen die sich ebenfalls aufmachten Soyuz zu treffen.

Landefallschirm Soyuz TMA-08M 2 bis 3 Minuten später nach der Landung der Soyuz Kapsel standen wir neben der Mission Soyuz TMA-08M. Wir konnten uns frei bewegen wohin wir auch gehen wollten, sicherlich immer bedacht die Bergungsteams nicht zu stören. Wir riskierten einen Blick durch das rechte Fenster der Soyuz und sahen den NASA Astronauten Chris Cassidy. Innerhalb einiger Minuten nach der Landung war eine spezielle Fläche vorbereitet in die nur das Bergungsteam durfte. 3 Stühle, die wie Schaukelstühle aussahen wurden positioniert. Dann wurde einer nach dem anderen aus der Kapsel geborgen. Wir standen in der ersten Reihe, nur ein paar Meter von den Astronauten und Kosmonauten entfernt. Wir konnten sehen das es allen gut ging. Sicherlich war der Ritt durch die Atmosphäre sehr anstrengend, und stellt auch den anstrengendsten Teil der Reise in den Weltraum und zurück dar.

Die Crew von Soyuz TMA-08M nach erfolgreicher Landung Nach ungefähr 15 Minuten wurde die Soyuz TMA-08M Crew dann mit ihren Stühlen zusammen von Helfern zu dem medizinischen Zelt getragen, welches in der Nähe aufgepumpt worden war. Hier fanden die ersten medizinischen Untersuchungen statt, als auch konnten sich die Astro- und Kosmonauten ein wenig erfrischen. Anschließend ging es dann mit den Bluebirds zu den Hubschraubern und die Crew wurde ausgeflogen. In der Zwischenzeit trafen wir den russischen Kosmonauten Gennadi Padalka, der mit einer der nachfolgenden Missionen den Rekord von Gesamtzeit im All wohl einstellen wird.

Nachdem die Crew vom Landungsort ausgeflogen worden war, blieben wir noch einige Stunden vor Ort um den weiteren Bergungsarbeiten des Bergungsteams von Soyuz beizuwohnen. NASA Spezialisten bargen die Ergebnisse von wissenschaftlichen Experimenten. Die Bergungsteams kappten die Leinen des Fallschirms und verstauten diese zusammen mit dem Hauptfallschirm und den Sokol-Druckanzügen in der Kapsel. Dann wurde die Kapsel geschlossen. Nicht gezündete Raketenkartuschen wurden von Soyuz entfernt und irgendwo in der Steppe gezündet. Am Ende wurde die Soyuz Kapsel mit einem Kran auf eines der Bluebird-Fahrzeuge gehievt.

Ton Schudalero neben der Soyuz Descent Capsule Soyuz TMA-08M Dann hieß es für uns Abschied nehmen und genau derselben Route folgend auf der wir gekommen waren fuhren wir zurück nach Karaganda und erreichten unser Hotel am späten Abend des 11. September 2013. Unser Abendessen nahmen wir, wie bei der Lift-Off Expeditions Tour im März gegen 1 Uhr morgens ein. Den nächsten Tag verbrachten wir zusammen mit unseren Guides in Karaganda. Später am selben Tag flogen wir zurück nach Moskau. Nun wissend, dass wir wohl an einer der spannendsten und ereignisreichsten Expeditionen teilgenommen hatten: dem Start von Soyuz TMA-08M im März und der Landung im September 2013!

Wir möchten uns sehr bedanken bei Andreas von Space Affairs und unseren Tour-Guides Vlad und Vasili die alle an dem Gelingen dieser sehr speziellen Erfahrung beigetragen haben. Eine absolut wundervolle Erfahrung die für uns einzigartig war!

Ton Schudelaro und Janneke van de Westelaken (Oktober 2013)







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